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Tuning: B&B-Trabant mit 150 PS

2004-02-01 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (2) (Gelesen: 7262)

Wie ein bei B&B in Siegen getunter Trabant auszog, um mit 150 PS die Großen und Starken dieser Welt das Fürchten zu lehren

Bodybuilder Alfred Henike (32) steht auf Power. In unzähligen, schweißtreibenden Trainingsrunden stählte er seinen Körper bis in die letzte Muskelfaser. Ähnlich hart modellierte der Chef der Firma JO-Fahrzeugbau, Johan Staschko (36) aus Siegen, 13 Monate an einem Trabant, dam Plastik-Volkswagen aus der untergegangenen DDR. Sein Ziel: den Inbegriff unscheinbarer, mausgrauer Schwächlichkeit in einen potenten Kraftmeier zu verwandeln.

Während Alfred drei- bis viermal die Woche Hanteln zur Muskelstärkung einsetzt, gab "JO" Staschko seinen Liebling nur ein einziges Mal in das Fitnessstudio von B&B in Siegen, um dem eingebauten Polo G40-Motor weitere Muskeln wachsen zu lassen. Die aus dem Fitnessprogramm resultierenden 150 Pferdestärken machen den Trabbi zum Galoppi.

Das 13 Millionen mal gebaute Kultfahrzeug aus Zwickau kannte Alfred bis jetzt nur als knatterndes und qualmendes Zweitakt-Gefährt. Als Basis für den Mutanten diente in diesem Fall allerdings die letzte Evolutionsstufe des einstigen Individualverkehrsmittels im Arbeiter- und Bauernstaat, die ab 1989 dank VW-Polo-Technik) m Viertakt über die Straßen surrte.

Alfred traut den Versprechungen in Sachen Stabilität zunächst noch nicht so ganz. Vorsichtig öffnet er die Duroplast-Leichtbautür und nimmt auf dam Beifahrersitz Platz. Ein strammes Sachs-Rennfahrwerk sorgt dafür, dass die Muskel-Pappe nicht schon bei diesem Vorgang Schlagseite bekommt.

Das Vibrieren der Karosse im Leerlauf, die Laufgeräusche des G-Laders und die zackigen Abbiegemanöver an Kreuzungen verunsichern den Muskelmann nachhaltig; "Und das hält auch alles?"


Unscheinbar: nur der negative Sturz der 175/60-13-Bereifung lässt ahnen, dass hier mehr als 26 PS am Werk sind.
Platz ist in der kleinsten Hütte: Das Polo G 40-Triebwerk hängt aus Platzgründen 3 Grad schräg im Motorraum.
Verwirrend: Das moderne VW-Lenkrad, die Polo-Instrumente und die Knüppelschaltung scheinen sich verirrt zu haben.

Es hält, und wie!

Nach einigen gewonnenen Beschleunigungsduellen, bei denen das kleine Monster mit um Gnade winselnden Reifen und einem satten Röhren aus dem Auspuff im Zick-Zack-Kurs davon geschossen ist, kehrt langsam das Lächeln in Alfreds Gesicht zurück.

Als der Mann mit der großen Oberweite erleichtert durchatmet, wird es eng. Der Fahrer wird aufgrund der beengten Platzverhältnisse an die Tür gedrückt. Nur noch mit Mühe erreicht er den weit vorne aus dem Boden ragenden Stellhebel des Polo-Fünfganggetriebes, um die nächste Beschleunigungsstufe zu zünden. Deshalb also hatten die Zweitakt-Trabbis die Lenkradschaltung...

Auf der Autobahn würde Alfred dann doch am liebsten wieder aussteigen. Dabei stehen gerade mal 160 Kilometer pro Stunde auf dem Tachometer der VW Polo-Instrumente. Der fünfte Gang wartet noch auf seinen Einsatz. Zugegebenermaßen ist der Geradeauslauf des mit mehr als drei Grad negativen Sturzes gesegneten Fahrwerks alles andere als Vertrauen erweckend. Hochkonzentriert und den vorausfahrenden Golf GTI fest im Blick, ist der Fahrer aber noch nicht geneigt, den Hochgeschwindigkeitsversuch abzubrechen - läuft doch der Trabant nach Angaben seines Schöpfers 210 km/h Spitze.

Nach Beendigung der rasanten Fahrt in der rasenden Hundehütte erkundigt sich der starke Alfred dann doch verzagt, was ihn so ein Auto denn kosten würde. Nach Auskunft von Besitzer Johann Staschko beträgt der reine Materialaufwand ungefähr 35000 Mark. Das Problem besteht aber eher in der Beschaffung eines der seltenen Viertakt-Exemplare als Ausgangsbasis. Eine letzte Auflage von 444 Stück, wird zur Zeit auf den Markt gebracht.

Na: wäre das nicht was für Dich, Alfred?


Rauchzeichen: die Qualmwolke riecht in diesem Fall nicht nach Zweitakteröl, sondern nach dem Gummi der überlasteten Antriebsräder.
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